Im Rahmen unsere Reflexionsaufgabe habe ich mich an folgendem Programmier-Tutorial versucht:
http://home.eduhi.at/teacher/Wuerthinger/gamescript/
Nun liegt es an mir dieses Angebot zu bewerten. In meinen Studienbriefen las ich, dass es eigentlich nicht auf das Medium an sich ankommt sondern auf dessen Einbettung in ein didaktisches Konzept ankommt. Dennoch jetzt habe ich es hier mit einem allein stehenden Medium zu tun, zumindest habe ich keine wirklichen Informationen zum Konzept in das dieses Tutorial eingebunden ist.
Also muss ich mich auf das konzentrieren was ich habe.
Zielgruppe:
wird vage definiert: Alle die noch keine Vorkenntnisse in einer formalen Programmiersprache haben (Java, C++, C# o.ä.)
Lerninhalt:
Erlernen der Sprache Gamescript um Grundbegriffe des Programmierens zu vermitteln.
Methode:
Selbstlernen
Lernsituation:
darüber wird eigentlich nichts deutlich
Medium:
Webbasiertes Tutorial, mit der Möglichkeit nach jedem Kapitel das eben Gelesene via eingebauten Editor, sofort anzuwenden.
Was gefällt auf den ersten Blick?
- Eingebauter Editor. Ich muss nicht zwischen 2 Anwendungen hin und her switchen.
- Die Liste der eingeführten Funktionen
- Die unterschiedlichen Arten zum Motivieren:
- Direktes Ausprobieren nach jedem Kapitel (und durch die verwendbaren Methoden passiert da auch richtig was im Ausgabefenster)
- Möglichkeit nach Abschluss des Tutorials sein Gelerntes direkt umzusetzen und mit den vorhanden Spielen zu arbeiten.
Probleme
- Da Tutorial richtet sich an Anfänger, aber um Fehlermeldungen in einer Konsole zu finden und nachzuvollziehen benötigt man meiner Einschätzung nach bereits eine gewisse Routine.
- Was macht der Lerner wenn er nicht weiterkommt? Eine Email an den Autor schreiben? In diesem Fall geht das vielleicht.
- Die Optik der Website spricht mich nicht an, aber das ist Geschmackssache!
Generell
Das Tutorial bietet einen guten Überblick was Programmierung ist. Es ist motivierend das von Anfang an etwas zusehen und zu hören ist…das ewige „hello world“ hat zwar auch seinen Platz gefunden wirkt nun aber doch weniger öd. Da ich selbst schon die eine oder andere Programmiervorlesung genossen habe, fühle ich mich schnell erinnert. Hier ist nur das Problem das Programmierung nie eines meiner bevorzugten Fächern war. Das Tutorial stellt für mich, ausser dem Thema an sich, auch dar das Programmierung in den Anfängen eine eher trockene Angelegenheit ist, bevor es zur kreativen Kunst wird. (hätte man mir vielleicht mal zeigen sollen)
Das Tutorial fördert in meinen Augen das Grundverständnis für Abläufe und deren Frustrationen (warum geht das nicht…ach da fehlt ein „;“) in der Programmierung. Auch das algorythmische Denken wird schon angeregt. Stellt sich die Frage warum man nicht direkt mit Java oder C++ gearbeitet hat, aber dafür gibt es sicher Gründe und der Transfer in eine klassische Programmiersprache sollte nicht allzu schwer fallen, sind sie doch sher ähnlich.
Fazit:
In meiner jetzigen Situation habe ich mich gelangweilt…schade! Ich glaube wäre mir dieses Tutorial im ersten Semester Programmierung unter gekommen wäre ich wohl mit weniger Scheu an dieses Thema rangegangen und hätte in der Vorlesung vielleicht noch was mehr verstanden…aber egal: hätte wäre wenn…
Ich betrachte das Tutorial als Gut, der Schüler hat im Rahmen seiner Möglichkeiten (zumindest derer die ich mir ausmale) ein ordentliches Tutorial gebaut.
Vielleicht sollte ich das mal den armen 2.Semestern an meine alte Hochschule schicken?

